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Enzyme für Forschung, Diagnostik und industrielle Anwendung

Cellulasen

Katalog Produktname EG-Nr. CAS-Nr. Quelle Preis
CEC-013 Cellulase-Komplexenzym (für Pflanzenextraktion) Anfrage
TEXT-0130 Hochkonzentrierte Säurecellulase (Industriequalität) Anfrage
NSPE-013 Cellulase für Pflanzenextrakt Anfrage
CFWT-001 Cellulase zur Abfallbehandlung EC 3.2.1.4 9012-54-8 Trichoderma ree... Anfrage
NATE-1928 Cellulase, thermostabil von Dictyoglomus turgidum, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1750 Neutrale Cellulase für Textilien EC 3.2.1.4 9012-54-8 Anfrage
NATE-1749 Säure-Cellulase für Textilien EC 3.2.1.4 9012-54-8 Anfrage
EXWM-3902 Cellulase EC 3.2.1.4 9012-54-8 Anfrage
NATE-1427 Lichenase 26A & Cellulase 5E von Clostridium thermocellum, rekombinant EC 3.2.1.73 & EC 3.2.1.4 37288-51-0 E. coli Anfrage
NATE-1362 Cellulase 9A von Clostridium thermocellum, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1361 Cellulase 9B von Clostridium thermocellum, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1360 Cellulase 5E von Cellvibrio japonicus, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1359 Cellulase 12B von Thermotoga maritima, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1358 Cellulase 12A von Thermotoga maritima, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1357 Cellulase 5A von Ruminococcus flavefaciens, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1356 Cellulase 6B von Thermobifida fusca, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1355 Cellulase 6A von Podospora anserina, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1354 Cellulase 131A von Podospora anserina, rekombinant EC 3.2.1.- 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1353 Cellulase 5A von Clostridium cellulovorans, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1352 Cellulase 5C von Bacillus licheniformis, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1351 Cellulase 5B von Caldicellulosiruptor saccharolyticus, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1350 Cellulase 9M von Clostridium cellulolyticum, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1349 Cellulase 9W von Clostridium cellulolyticum, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1348 Cellulase 8C von Clostridium cellulolyticum, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1347 Cellulase 9R von Clostridium cellulolyticum, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1346 Cellulase 5D von Ruminococcus albus, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1345 Cellulase 12A von Bacillus licheniformis, rekombinant EC 3.2.1.4 und EC 3.2.1.151 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1344 Cellulase 5B & Mannanse 5A von Ruminococcus flavefaciens, rekombinant EC 3.2.1.4 und EC 3.2.1.78 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1343 Cellulase 5B von Clostridium cellulovorans, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage
NATE-1342 Cellulase 44A von Ruminococcus flavefaciens, rekombinant EC 3.2.1.4 9012-54-8 E. coli Anfrage

Cellulasen sind Enzyme, die Cellulose hydrolysieren – eines der am häufigsten vorkommenden organischen Polymere auf der Erde. Cellulose ist ein strukturelles Polysaccharid, das aus langen Ketten von über β-1,4-glykosidische Bindungen verknüpften Glucoseeinheiten besteht. Cellulasen bauen Cellulose in ihre Bestandteile ab, vor allem in Glucose, die von Organismen zur Energiegewinnung oder für weitere industrielle Zwecke genutzt werden kann. Cellulasen finden breite Anwendung in der Biokraftstoff-, Textil-, Lebensmittel- und Papierindustrie.

Creative Enzymes bietet ein umfassendes Portfolio hochwertiger Cellulasen aus unterschiedlichen Quellen – einschließlich nativer und rekombinanter Varianten sowie Einzelenzymen und Enzymmischungen – zur Abdeckung vielfältiger Applikationen.

Struktur der Endo-/Exocellulase E4.Abb. 1: Struktur der Endo-/Exocellulase E4 aus Thermomonospora fusca. PDB: 1JS4.

Funktionen von Cellulasen

Cellulasen sind Enzyme, die für den Abbau von Cellulose zu einfacheren Zuckern, typischerweise Glucose, verantwortlich sind. Cellulose ist der Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände und aufgrund ihrer kristallinen Struktur sowie ihrer Unlöslichkeit in Wasser äußerst resistent gegenüber Abbauprozessen. Ohne Cellulasen würde der Abbau von Cellulose nur sehr langsam erfolgen, was den Kohlenstoffkreislauf beeinträchtigen und den Nährstoffumsatz in Ökosystemen verzögern würde. Cellulasen ermöglichen die Umwandlung von Cellulose in Glucose, indem sie deren komplexe Struktur aufspalten; die entstehende Glucose kann anschließend in den Stoffwechselwegen von Mikroorganismen und anderen Organismen genutzt werden, die sie als Energiequelle benötigen. Dieser enzymatische Abbau von Cellulose ist für natürliche Ökosysteme – insbesondere bei der Zersetzung pflanzlichen Materials – essenziell und zudem von großer Bedeutung für zahlreiche Industrien, die pflanzliche Biomasse als Rohstoff einsetzen.

Wirkmechanismus von Cellulasen

Der Wirkmechanismus von Cellulasen beruht auf der Hydrolyse der in Cellulose vorhandenen β-1,4-glykosidischen Bindungen. Der Abbau von Cellulose ist jedoch aufgrund der komplexen und heterogenen Substratstruktur kein linearer Prozess. Um dies zu überwinden, wirken Cellulasen synergistisch mit mehreren Enzymkomponenten zusammen, um eine effiziente Cellulose-Degradation zu gewährleisten. Diese Enzyme greifen unterschiedliche Bereiche der Cellulosestruktur an und ermöglichen dadurch einen umfassenderen Abbau des Polymers.

Cellulose mit beta-1,4-glykosidischen Bindungen.Abb. 2: Cellulosepolymer mit Glucosemonomeren, die über β-1,4-glykosidische Bindungen verknüpft sind.

Wirkweisen

Cellulasen wirken im Allgemeinen über drei Hauptmechanismen:

  • Endoglucanasen (EGs): Diese Enzyme spalten interne β-1,4-glykosidische Bindungen innerhalb der Cellulosekette. Sie erzeugen zufällige Bruchstellen und damit neue Kettenenden, die als Substrate für weitere Cellulase-Enzyme dienen. Durch die Spaltung interner Bindungen reduzieren Endoglucanasen den Polymerisationsgrad der Cellulose und legen zusätzliche Angriffspunkte für die enzymatische Aktivität frei.
  • Exoglucanasen (CBHs): Auch als Cellobiohydrolasen bezeichnet, spalten diese Enzyme Cellulose an den Kettenenden und setzen als Hauptprodukt Cellobiose (ein Disaccharid aus Glucoseeinheiten) frei. Exoglucanasen zielen primär auf kristalline Cellulose – eine hochgeordnete und strukturierte Form der Cellulose – und entfernen schrittweise Cellobiose von den Kettenenden.
  • β-Glucosidasen: Diese Enzyme hydrolysieren Cellobiose und andere kurze Oligosaccharide zu einzelnen Glucoseeinheiten. Dieser Schritt ist entscheidend für die Aufrechterhaltung des enzymatischen Prozesses, da akkumulierte Cellobiose die vorgelagerten Cellulase-Aktivitäten inhibiert. Dadurch wird eine vollständige Hydrolyse der Cellulose zu Glucose sichergestellt.

Synergistische Wirkung

Eine effiziente Cellulose-Degradation erfordert das synergistische Zusammenspiel von Endoglucanasen, Exoglucanasen und β-Glucosidasen. Endoglucanasen lockern zunächst die Cellulosestruktur und erzeugen neue Kettenenden; anschließend wirken Exoglucanasen an diesen Enden und bilden Cellobiose. β-Glucosidasen wandeln Cellobiose danach in Glucose um, die in unterschiedlichen metabolischen oder industriellen Prozessen genutzt werden kann.

Die Cellulase-Aktivität wird zudem durch Faktoren wie pH-Wert, Temperatur, Substratzugänglichkeit und das Vorhandensein von Inhibitoren beeinflusst. Der Cellulase-Komplex, der häufig von Mikroorganismen sezerniert wird, erleichtert die Bindung der Enzyme an das Cellulosesubstrat und erhöht dadurch die Gesamteffizienz der Degradation.

Katalytische Mechanismen von Endoglucanase, Cellobiohydrolase und Beta-Glucosidase.Abb. 3: Die drei durch Cellulasen katalysierten Reaktionstypen: 1. Aufbrechen nichtkovalenter Wechselwirkungen in der amorphen Struktur der Cellulose (Endocellulase) 2. Hydrolyse der Kettenenden zur Spaltung des Polymers in kleinere Zucker (Exocellulase) 3. Hydrolyse von Disacchariden und Tetrasacchariden zu Glucose (β-Glucosidase) (Gomez del Pulgar und Saadeddin, 2014).

Quellen von Cellulasen

Cellulasen werden von einer Vielzahl von Organismen produziert, darunter Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere; für natürliche Ökosysteme und industrielle Anwendungen sind mikrobielle Quellen jedoch bei weitem am wichtigsten.

Mikrobielle Quellen

Mikroorganismen wie Pilze, Bakterien und Actinomyceten sind die primären Produzenten von Cellulasen. Diese Organismen spielen eine zentrale Rolle beim natürlichen Abbau von Cellulose und werden zudem für die industrielle Herstellung von Cellulasen genutzt.

  • Pilze: Fadenpilze, insbesondere der Gattungen Trichoderma, Aspergillus und Penicillium, zählen zu den produktivsten Cellulase-Produzenten. Pilz-Cellulasen werden extrazellulär sezerniert und können sowohl amorphe als auch kristalline Cellulose abbauen.
  • Bakterien: Bestimmte Bakterien wie Bacillus subtilis, Clostridium thermocellum und Cellulomonas fimi sind in der Lage, Cellulasen zu produzieren. Bakterielle Cellulasen weisen häufig eine hohe Aktivität bei extremen Temperaturen und pH-Werten auf und eignen sich daher für anspruchsvolle industrielle Prozesse.

Pflanzliche Quellen

Obwohl Pflanzen keine Cellulasen in für industrielle Anwendungen geeigneten Mengen produzieren, bilden bestimmte Pflanzen cellulolytische Enzyme in bestimmten Wachstumsphasen oder als Reaktion auf Verletzungen. So ist die Cellulase-Aktivität beispielsweise an der Fruchtreifung beteiligt, indem sie durch den Abbau von Cellulose zur Erweichung der pflanzlichen Zellwände beiträgt.

Tierische Quellen

Einige Tiere, insbesondere pflanzenfressende Insekten und Wiederkäuer, gehen symbiotische Beziehungen mit cellulaseproduzierenden Mikroorganismen in ihrem Verdauungssystem ein. Termiten sind beispielsweise auf cellulaseproduzierende Protozoen und Bakterien in ihrem Darm angewiesen, um Holz zu verdauen. Ebenso beherbergen Wiederkäuer wie Rinder und Schafe cellulolytische Bakterien im Pansen, die Pflanzenfasern in verdauliche Zucker abbauen.

Arten von Cellulasen

Thermophile und acidophile Cellulasen

Einige Cellulasen werden anhand ihrer Fähigkeit klassifiziert, unter Extrembedingungen wie hoher Temperatur oder niedrigem pH-Wert zu funktionieren. Thermophile Cellulasen arbeiten optimal bei hohen Temperaturen, häufig oberhalb von 70 °C. Diese Cellulasen sind insbesondere für industrielle Prozesse mit Hochtemperaturreaktionen wertvoll, da sie im Vergleich zu mesophilen Varianten eine höhere Stabilität und Effizienz bieten. Beispiele sind thermostabile Cellulasen aus Dictyoglomus turgidum sowie aus Clostridium thermocellum.

Acidophile Cellulasen zeigen ihre optimale Aktivität unter sauren Bedingungen und werden in Prozessen wie der Hydrolyse lignocellulosischer Biomasse eingesetzt, bei denen saure Milieus vorherrschen. Unser Angebot in dieser Kategorie umfasst saure Cellulase für Textilien, hochkonzentrierte saure Cellulase (Industriequalität) sowie saure Cellulase für Bio-Polishing.

Anwendungen von Cellulasen

Das breite Anwendungsspektrum von Cellulasen erstreckt sich über zahlreiche Branchen – von der Bioenergieerzeugung bis hin zur Lebensmittelverarbeitung und Textilherstellung. Diese Anwendungen werden vor allem durch die Fähigkeit des Enzyms bestimmt, Cellulose in einfachere Zucker zu spalten, die anschließend in unterschiedlichen Prozessen genutzt werden können.

Durchsuchen Sie unsere Produktangebote nach Anwendung schnell über die nachfolgende Übersicht:

Cellulase
Kat.-Nr. Produktname Anfrage
BAK-1716 Enzymmischung für Mehl Angebot anfordern
BAK-1728 Cellulase zum Backen
CFWT-001 Cellulase zur Abfallbehandlung
DETE-2621 Alkalische Cellulase für Waschmittel
DETE-2629 Konzentrierte Cellulase für Waschmittel
NATE-1749 Saure Cellulase für Textilien
NATE-1750 Neutrale Cellulase für Textilien
NSPE-013 Cellulase für Pflanzenextrakt
TEXT-0130 Hochkonzentrierte saure Cellulase (Industriequalität)
TEXT-1921 Neutrale Cellulase für Bio-Washing
TEXT-1922 Hybrid-Cellulase für Bio-Washing bei niedriger Temperatur
TEXT-1923 Konzentrierte neutrale Cellulase für Bio-Polishing
TEXT-1929 Saure Cellulase für Bio-Polishing
TEXT-1930 Neutrale Cellulase für Gewebe
TEXT-1931 Neutrale Cellulase für Jeans

Lebensmittel- und Getränkeindustrie

In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie werden Cellulasen eingesetzt, um die Saftausbeute aus Obst und Gemüse zu verbessern, Fruchtsäfte zu klären und die Verdaulichkeit von Tierfutter zu erhöhen. In der Brauerei werden sie verwendet, um Polysaccharide in Gerste abzubauen, die Filtration zu verbessern und die Freisetzung vergärbarer Zucker zu steigern. Eine weitere wichtige Anwendung ist das Backen (Cellulase zum Backen). Cellulasen, die Cellulose in pflanzlichen Zellwänden abbauen, verbessern die Wasseraufnahme und machen die Textur von Backwaren weicher. Zudem können Cellulasen das Volumen und die Haltbarkeit von Brot erhöhen, indem sie die Teigstruktur verändern.

Textilindustrie

In der Textilindustrie werden Cellulasen für Bio-Polishing (saure Cellulase für Bio-Polishing) und zur Gewebeweichmachung eingesetzt. Beim Bio-Polishing werden kleine Fasern bzw. Flusen von der Gewebeoberfläche entfernt, was zu einem saubereren, glatteren Finish und einer verbesserten Optik führt (neutrale Cellulase für Gewebe). Cellulasen werden außerdem beim Stonewashing von Denim eingesetzt, um einen Used-Look ohne abrasive Steine zu erzeugen, wodurch Gewebeschäden und Umweltbelastungen reduziert werden (neutrale Cellulase für Jeans).

Waschmittel

In Waschmitteln wird Cellulase zur Verbesserung der Textilreinigung und -pflege eingesetzt (alkalische Cellulase für Waschmittel). Sie wirkt, indem sie kleine, beschädigte Cellulosefasern an der Gewebeoberfläche abbaut, Pilling reduziert und die Glätte wiederherstellt, wodurch Kleidungsstücke frischer wirken. Diese enzymatische Wirkung unterstützt zudem die Freisetzung von eingeschlossenem Schmutz und Flecken aus den Fasern, verbessert die Fleckenentfernung und optimiert das Erscheinungsbild der Textilien. Darüber hinaus ermöglicht Cellulase eine effektive Reinigung bei niedrigeren Temperaturen, spart Energie und macht den Waschprozess umweltfreundlicher.

Zellstoff- und Papierindustrie

Cellulasen werden in der Zellstoff- und Papierindustrie eingesetzt, um die Eigenschaften von Zellstoff zu verbessern und den Bedarf an mechanischer Aufbereitung zu reduzieren. Sie helfen, Fasern zu modifizieren, die Viskosität von Zellstoffen zu senken und die Papierqualität zu verbessern. Enzymatische Behandlungen mit Cellulasen können zudem den Einsatz aggressiver Chemikalien in Bleichprozessen reduzieren und damit den Herstellungsprozess umweltfreundlicher gestalten.

Biokraftstoffe

Eine der wichtigsten Anwendungen von Cellulasen ist die Herstellung von Biokraftstoffen, insbesondere von cellulosischem Ethanol. Cellulosisches Ethanol wird durch Fermentation von Glucose hergestellt, die aus lignocellulosischer Biomasse (pflanzliches Material mit Cellulose, Hemicellulose und Lignin) gewonnen wird. Cellulasen spielen eine Schlüsselrolle bei der Hydrolyse der Cellulose in der Biomasse zu fermentierbaren Zuckern, die anschließend von Mikroorganismen zu Ethanol vergoren werden. Diese Technologie stellt eine erneuerbare und nachhaltige Energiequelle dar, die die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert und Kohlenstoffemissionen senkt.

Abfallwirtschaft

Cellulasen bieten vielversprechende Anwendungen in der Abfallwirtschaft und für die ökologische Nachhaltigkeit. Sie können zur Biokonversion von landwirtschaftlichen Abfällen, Siedlungsabfällen und anderen lignocellulosischen Materialien in wertvolle Produkte wie Biokraftstoffe, Biokunststoffe und weitere Chemikalien eingesetzt werden. Cellulasevermittelte Prozesse ermöglichen ein nachhaltiges Abfallrecycling, indem cellulosische Abfälle in Bioenergie und andere nutzbare Produkte umgewandelt werden.

Pharmazeutische Industrie

Cellulasen sind in der pharmazeutischen Industrie wertvoll zur Verbesserung von Arzneimittelformulierung und -applikation. Sie modifizieren cellulosebasierte Hilfsstoffe in Tabletten, verbessern die kontrollierte Wirkstofffreisetzung und erhöhen die Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen. Darüber hinaus unterstützen Cellulasen die Extraktion bioaktiver Verbindungen aus pflanzlichen Ausgangsmaterialien, die in Phytopharmaka eingesetzt werden, und steigern dadurch deren Wirksamkeit. Zudem werden sie für die Entwicklung biologisch abbaubarer Drug-Delivery-Systeme untersucht und bieten damit einen nachhaltigeren Ansatz für die pharmazeutische Herstellung.

Überblick über Anwendungen von Cellulasen.Abb. 4: Anwendungen von Cellulasen (Ranjan et al., 2023).

Vorteile unserer Cellulasen

Unsere Cellulasen bieten klare Vorteile und sind dadurch branchenübergreifend vielseitig einsetzbar.

  • Breites Enzymspektrum aus Pilzen und Bakterien: Wir bieten sowohl pilzliche als auch bakterielle Cellulasen an und ermöglichen damit Optionen für unterschiedliche industrielle Anforderungen. Pilz-Cellulasen, bekannt für ihre hohe Aktivität, sind ideal für die Biokraftstoffproduktion und die Papierverarbeitung, während bakterielle Cellulasen in Hochtemperatur- und Extrem-pH-Umgebungen wie industrieller Fermentation und Abfallwirtschaft überzeugen. Diese breite Auswahl ermöglicht flexible, maßgeschneiderte Lösungen.
  • Unterschiedliche Reinheitsgrade: Unsere Cellulasen sind in verschiedenen Reinheitsgraden verfügbar, um spezifische Anwendungen zu unterstützen. Roh-Cellulasen sind kosteneffizient für großtechnische Prozesse wie die Bioethanolproduktion, während hochreine Cellulasen für Forschungs- und pharmazeutische Anwendungen erforderlich sind, die Präzision und minimale Verunreinigungen verlangen. Diese Flexibilität ermöglicht eine Optimierung von Kosten und Performance.
  • Native und rekombinante Formen verfügbar: Wir bieten sowohl native als auch rekombinante Cellulasen an. Native Cellulasen eignen sich für natürliche Prozesse, während rekombinante Enzyme eine verbesserte Stabilität, Aktivität und Resistenz gegenüber anspruchsvollen industriellen Bedingungen bieten. Diese Vielseitigkeit ermöglicht eine bessere Anpassung und eine konsistente Performance über unterschiedliche Anwendungen hinweg.

Zusammenfassend sind Cellulasen essenzielle Enzyme mit hoher ökologischer, industrieller und wirtschaftlicher Relevanz. Ihre Fähigkeit, Cellulose in fermentierbare Zucker zu spalten, hat zahlreiche Anwendungen eröffnet – von der Biokraftstoffproduktion über Abfallwirtschaft bis hin zur Lebensmittelindustrie. Das synergistische Zusammenspiel von Endoglucanasen, Exoglucanasen und β-Glucosidasen ist der Schlüssel zu einer effizienten Cellulose-Degradation, und ihre Eigenschaften können für unterschiedliche industrielle Anforderungen optimiert werden. Die Vielseitigkeit von Cellulasen, kombiniert mit ihren vielfältigen Quellen – insbesondere aus Mikroorganismen – macht sie zu unverzichtbaren Werkzeugen für zahlreiche biotechnologische Anwendungen.

Creative Enzymes bietet Cellulasen mit hoher Diversität, anwendungsspezifisch abgestuften Reinheitsgraden sowie in nativen oder rekombinanten Formen an und ist damit eine verlässliche Wahl für Branchen von Biokraftstoffen und Textilien über Zellstoff und Papier bis hin zu Lebensmitteln und Getränken sowie Abfallwirtschaft. Für Anfragen und Rückfragen kontaktieren Sie uns noch heute!

References:

  1. Ejaz, U., Sohail, M., & Ghanemi, A. (2021). Cellulases: From bioactivity to a variety of industrial applications. Biomimetics, 6(3), 44.
  2. Gomez Del Pulgar, E. M., & Saadeddin, A. (2014). The cellulolytic system of Thermobifida fusca. Critical Reviews in Microbiology, 40(3), 236–247.
  3. Ranjan, R., Rai, R., Bhatt, S. B., & Dhar, P. (2023). Technological road map of Cellulase: A comprehensive outlook to structural, computational, and industrial applications. Biochemical Engineering Journal, 198, 109020.
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Nur für Forschungs- und Industriezwecke. Nicht für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Bestimmte Produkte in Lebensmittelqualität eignen sich für die Formulierungsentwicklung in Lebensmitteln und verwandten Anwendungen.