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Professionelle und kostensparende Lösungen

Virtuelles Screening von Enzyminhibitoren

Virtuelles Screening (VS) hat sich als Grundpfeiler der modernen Wirkstoffforschung etabliert und bietet eine kosteneffiziente und schnelle Strategie zur Identifizierung vielversprechender Enzyminhibitoren aus großen chemischen Bibliotheken. Bei Creative Enzymes verbinden wir jahrzehntelange Expertise in der Enzymologie mit modernsten computergestützten Tools, um robuste, verlässliche und maßgeschneiderte Virtual-Screening-Services bereitzustellen. Unser Workflow integriert strukturelle Erkenntnisse, Hochleistungs-Rechenalgorithmen und experimentelle Validierung und stellt damit sicher, dass identifizierte Kandidaten nicht nur theoretisch vielversprechend, sondern auch biologisch relevant sind. Mit sorgfältig kalibrierten Methoden und umfassender Erfahrung unterstützen wir Kunden dabei, die Inhibitor-Discovery zu beschleunigen und zugleich Kosten und Risiken zu minimieren.

Hintergrund zum virtuellen Screening von Inhibitoren

Enzyminhibitoren spielen eine zentrale Rolle in der therapeutischen Entwicklung, der Biotechnologie und industriellen Anwendungen. Das klassische experimentelle Screening umfangreicher chemischer Bibliotheken ist jedoch zeitaufwendig, kostenintensiv und ressourcenbindend. Virtuelles Screening bietet eine innovative Alternative, indem es tausende bis Millionen von Verbindungen computergestützt gegen Zielenzyme bewertet, um Binder mit hoher Trefferwahrscheinlichkeit zu identifizieren. VS basiert auf dem Grundprinzip, dass Enzyminhibition eine spezifische molekulare Komplementarität zwischen dem Inhibitor und dem aktiven Zentrum bzw. allosterischen Regionen des Enzyms erfordert.

Flussdiagramm zur Veranschaulichung des virtuellen Screening-Prozesses für EnzyminhibitorenAbbildung 1. Flussdiagramm des virtuellen Screenings.

Methodische Frameworks

Strukturbasiertes virtuelles Screening von Enzyminhibitoren (adaptiert nach Song et al., 2021) Strukturbasiertes virtuelles Screening (SBVS)
  • Nutzt 3D-Strukturen von Zielenzymen aus Röntgenkristallographie, NMR oder Homologiemodellierung
  • Setzt molekulare Docking-Algorithmen (z. B. AutoDock, Glide, GOLD) zur Vorhersage von Bindeposen ein
  • Wendet Scoring-Funktionen an, um die Bindungsaffinität abzuschätzen und Verbindungen zu ranken
  • Kann neuartige Chemotypen durch Scaffold Hopping identifizieren
Ligandenbasiertes virtuelles Screening von Enzyminhibitoren (adaptiert nach Song et al., 2021) Ligandenbasiertes virtuelles Screening (LBVS)
  • Wird eingesetzt, wenn keine Enzymstruktur verfügbar ist, jedoch bekannte aktive Verbindungen vorliegen
  • Nutzt Ähnlichkeitssuchen, Pharmakophor-Mapping oder Machine-Learning-Modelle
  • Erfordert sorgfältig kuratierte Trainingsdatensätze aus aktiven/inaktiven Verbindungen
  • Besonders wertvoll für Targets mit begrenzter struktureller Information

Trotz seiner Vorteile erfordert das virtuelle Screening von Inhibitoren spezialisiertes Know-how. Im Unterschied zu Standard-Proteinassays verlangen Inhibitorstudien eine strenge Kalibrierung, eine sorgfältige Berücksichtigung der Strukturbiologie sowie eine umfassende Validierung. Creative Enzymes hat sich in diesem Bereich als verlässlicher Partner etabliert und kombiniert langjährige Enzymologie-Expertise mit modernsten computergestützten Methoden, um belastbare und wirkungsvolle Ergebnisse zu liefern.

Unser umfassendes Serviceangebot

Unser Service „Virtuelles Screening von Enzyminhibitoren“ ist darauf ausgelegt, Inhibitorkandidaten mit hoher Genauigkeit zu identifizieren, zu ranken und zu optimieren. Wir bieten sowohl einsatzbereite, vorgefertigte Bibliotheken als auch kundenspezifische Bibliotheken, die auf bestimmte Strukturgerüste, Aktivitätskategorien oder Zielenzyme zugeschnitten werden können.

Umfassende Virtual-Screening-Services zur Entdeckung von Enzyminhibitoren

Services Merkmale Preis
Technische Beratung & Evaluierung Definition der Forschungsziele, Target-Auswahl und geeigneter Screening-Strategien. Angebot anfordern
Aufbau von Inhibitorbibliotheken Zugang zu umfangreichen vorgefertigten Datenbanken oder Design maßgeschneiderter Bibliotheken für ein stärker zielgerichtetes Screening.
Virtuelles Screening & Kandidaten-Ranking Einsatz fortschrittlicher Algorithmen zur Filterung großer Bibliotheken und Identifizierung der bestgerankten potenziellen Inhibitoren.
Folgestudien
  • Aktivitätsvalidierung
  • Gerichtete Evolution
  • Struktur-Wirkungs-Beziehungsanalyse (SAR)
  • Molekularer Wirkmechanismus

Durch die Kombination von Rechenleistung und Enzymologie-Expertise bietet Creative Enzymes Services, die die Discovery beschleunigen und zugleich Präzision und Reproduzierbarkeit sicherstellen.

Workflow des virtuellen Screenings

Workflow des virtuellen Screenings zur Identifizierung von Enzyminhibitoren

Kontaktieren Sie unser Team

Warum Creative Enzymes

Jahrzehntelange Enzymologie-Expertise

Umfangreiche Erfahrung mit Enzymassays, Inhibitorstudien und enzymatischen Mechanismen.

Umfassende Screening-Plattformen

Integration von computergestütztem Screening und experimenteller Validierung für ganzheitliche Discovery-Lösungen.

Anpassbare Bibliotheken

Zugang zu vorgefertigten Substanzbibliotheken oder maßgeschneidertes Design für eine präzise Target-Abdeckung.

Strenge Kalibrierung

Verlässliche Ergebnisse durch Referenzenzyme, Substrate und reproduzierbare Workflows.

Multidisziplinäre Anwendungen

Lösungen für Pharma, Lebensmitteltechnologie, Landwirtschaft und chemische Prozessindustrie.

Nachweisliche Erfolgsbilanz

Von globalen Kunden anerkannt für Genauigkeit, Zuverlässigkeit und hochwertige Deliverables.

Fallstudien und Anwendungen aus der Praxis

Fall 1: Entdeckung neuartiger natürlicher ACE-Inhibitoren

Angesichts der kritischen Rolle des Angiotensin-Converting-Enzyms (ACE) bei Hypertonie, kardiovaskulären Erkrankungen und diabetischer Nephropathie wurde ein ligandenbasierter Virtual-Screening-Ansatz eingesetzt, um neuartige ACE-Inhibitoren zu identifizieren. Mithilfe von molekularem Docking und eines streng validierten Modells wurde eine Naturstoffdatenbank gescreent, und 36 Kandidaten wurden für in-vitro-ACE-Inhibitionsassays ausgewählt. Fluoreszenzbasierte Tests identifizierten drei vielversprechende Verbindungen – Licochalcon A, Echinatin und EGCG – als starke Inhibitorkandidaten. Diese Ergebnisse unterstreichen ihr Potenzial als neue Klasse von ACE-Inhibitoren; eine weitere Optimierung durch Fragmentmodifikationen und computergestütztes Design eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für eine verbesserte klinische Arzneimittelentwicklung.

Entdeckung eines potenten Angiotensin-Converting-Enzym-Inhibitors durch virtuelles ScreeningAbbildung 2. Stereodarstellungen der Interaktionen von ACE mit Lisinopril und Captopril (PDB-Code 1O86). Lisinopril ist gelb dargestellt, Captopril violett. Die Docking-Konformationen von Lisinopril (RMSD = 0,874, Gscore = −12,086) und Captopril (RMSD = 0,614, Gscore = −5,881) sind in Cyan bzw. Grau dargestellt. (Ke et al., 2017)

Fall 2: Identifizierung neuartiger MtInhA-Inhibitoren für die Tuberkulosetherapie

Mycobacterium tuberculosis InhA (MtInhA) ist ein validiertes Drug Target für die Tuberkulosebehandlung. In dieser Studie wurden zwei komplementäre Virtual-Ligand-Screening-Ansätze unter Verwendung von Liganden aus der ZINC-Datenbank angewandt. Ein 3D-Pharmakophormodell, abgeleitet aus 36 MtInhA-Kristallstrukturen, identifizierte Moleküle, die zu den wesentlichen Bindungsmerkmalen passen, während vier Docking-Programme Bindungsmodi und Scores verglichen. Sechs Liganden wurden für in-vitro-Assays priorisiert; drei zeigten inhibitorische Aktivität (IC50: 24–83 μM). Die potenteste Verbindung zeigte eine unkompetitive Hemmung gegenüber NADH und 2-trans-Dodecenoyl-CoA (Ki: ~20–24 μM). Diese neuartigen Inhibitoren, die zuvor nicht als antituberkulöse Wirkstoffe beschrieben wurden, stellen vielversprechende Leads für eine weitere Optimierung dar.

Virtuelles Screening und 3D-Pharmakophor-Ansatz zur Entdeckung von Mycobacterium-tuberculosis-InhA-InhibitorenAbbildung 3. Analysen der InhA-Ligand-Interaktionen für Ansatz 1: Konstruktion des Pharmakophormodells, bei dem ein Pharmakophormodell zur Suche nach dem neuen potenziellen Inhibitormolekül ZINC12759934 verwendet wurde. (Pauli et al., 2013)

FAQs zu unseren Virtual-Screening-Services für Inhibitoren

  • F: Was ist virtuelles Screening?

    A: Virtuelles Screening ist eine computergestützte Methode zur Durchsuchung großer chemischer Bibliotheken, um Verbindungen zu identifizieren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit an Zielenzyme binden. Es ermöglicht eine schnelle, kosteneffiziente Identifizierung potenzieller Inhibitoren, indem Kandidatenpools vor der experimentellen Testung gezielt eingegrenzt werden.
  • F: Wie genau ist Ihr Virtual-Screening-Ansatz?

    A: Unser Workflow integriert mehrere Algorithmen und Konsens-Ranking-Strategien; die Ergebnisse werden mit Referenzenzymen und Substraten validiert. Dies gewährleistet eine hohe Verlässlichkeit und reduziert falsch-positive Treffer.
  • F: Können Sie auch mit Enzymen arbeiten, für die keine detaillierten Strukturdaten vorliegen?

    A: Ja. Wenn keine Strukturdaten verfügbar sind, setzen wir ligandenbasierte Ansätze ein, die auf den Eigenschaften bekannter Inhibitoren beruhen. Dadurch ist ein erfolgreiches Screening auch bei begrenzter Informationslage möglich.
  • F: Welche Arten von Substanzbibliotheken können gescreent werden?

    A: Wir bieten Zugang zu umfangreichen vorgefertigten Bibliotheken und können zudem kundenspezifische Bibliotheken auf Basis von Strukturgerüsten, Aktivitätskategorien oder spezifischen Kundenanforderungen designen.
  • F: Wie validieren Sie die Ergebnisse des virtuellen Screenings?

    A: Top-gerankte Hits werden einer experimentellen Validierung mittels enzymatischer Assays unterzogen, um sicherzustellen, dass computergestützte Vorhersagen in messbare biologische Aktivität überführt werden.
  • F: Wie kann virtuelles Screening meine Discovery-Timeline verkürzen?

    A: Durch die computergestützte Filterung großer chemischer Bibliotheken werden Kandidaten mit geringer Trefferwahrscheinlichkeit frühzeitig ausgeschlossen, sodass Ressourcen auf Verbindungen mit hohem Potenzial fokussiert werden können. Dies reduziert Zeit- und Kostenaufwand in nachgelagerten Entwicklungsphasen erheblich.
  • F: Sind Ihre Reports für regulatorische Einreichungen oder Publikationen geeignet?

    A: Ja. Wir liefern detaillierte Reports einschließlich Methodik, Ergebnissen, SAR-Insights und Empfehlungen, formatiert gemäß wissenschaftlichen und regulatorischen Standards.

Literatur:

  1. Ke Z, Su Z, Zhang X, et al. Discovery of a potent angiotensin converting enzyme inhibitor via virtual screening. Bioorganic & Medicinal Chemistry Letters. 2017;27(16):3688-3692. doi:10.1016/j.bmcl.2017.07.016
  2. Pauli I, Dos Santos RN, Rostirolla DC, et al. Discovery of new inhibitors of Mycobacterium tuberculosis InhA enzyme using virtual screening and a 3D-pharmacophore-based approach. J Chem Inf Model. 2013;53(9):2390-2401. doi:10.1021/ci400202t
  3. Song YQ, Wu C, Wu KJ, et al. Ubiquitination regulators discovered by virtual screening for the treatment of cancer. Front Cell Dev Biol. 2021;9:665646. doi:10.3389/fcell.2021.665646

Nur für Forschungs- und Industriezwecke. Nicht für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Bestimmte Produkte in Lebensmittelqualität eignen sich für die Formulierungsentwicklung in Lebensmitteln und verwandten Anwendungen.

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