Dienstleistungen

Professionelle und kostensparende Lösungen

Hochdurchsatz-Screening und Aktivitätsprofilierung von designten Enzymbibliotheken

Creative Enzymes bietet Services für High-Throughput-Screening (HTS) & Aktivitätsprofilierung von designten Enzymbibliotheken zur Bewertung und Optimierung der Leistungsfähigkeit rational designter Enzyme. Diese Services schließen die Lücke zwischen computergestütztem Design und praktischer Anwendung, indem in silico-Vorhersagen in messbare katalytische Ergebnisse überführt werden.

Mithilfe fortschrittlicher High-Throughput-Screening-Plattformen, präziser Aktivitätsassays und detaillierter kinetischer Analysen identifizieren wir Enzymvarianten mit überlegenen Eigenschaften wie erhöhter Aktivität, Selektivität oder Stabilität. Unser integrierter Ansatz stellt sicher, dass jedes rational designte Enzym vor nachgelagerter Optimierung oder Scale-up einer strengen funktionellen Validierung und quantitativen Bewertung unterzogen wird.

Durch die Kombination struktureller Erkenntnisse, biochemischer Expertise und modernster Instrumentierung bietet Creative Enzymes einen zuverlässigen und effizienten Weg, rationale Enzymdesigns in validierte Biokatalysatoren zu überführen.

Warum High-Throughput-Screening und Aktivitätsprofilierung entscheidend sind

Rationales Enzymdesign ermöglicht die gezielte Modifikation von Proteinstrukturen, um eine verbesserte katalytische Effizienz, eine veränderte Substratspezifität oder eine erhöhte Robustheit gegenüber Umgebungsbedingungen zu erreichen. Computergestützte Vorhersagen allein sind jedoch nicht ausreichend – eine experimentelle Bestätigung ist essenziell, um sicherzustellen, dass theoretische Verbesserungen in eine funktionelle Performance übertragbar sind.

High-Throughput-Screening und Aktivitätsprofilierung spielen eine zentrale Rolle bei der Verifizierung des Erfolgs rationalen Designs. Über aktivitätsbasierte Assays, Bindungsanalysen und kinetische Profilierung können Forschende die vielversprechendsten Enzymvarianten identifizieren und die mechanistischen Auswirkungen eingeführter Mutationen verstehen.

High-Throughput-Screening ermöglicht die schnelle Bewertung einer großen Anzahl designter Varianten unter Einsatz unterschiedlicher analytischer Plattformen wie spektrophotometrischer, fluorometrischer und chromatographischer Assays. Nach Identifizierung leistungsstarker Kandidaten können Aktivitätsprofilierung und kinetische Charakterisierung zur Quantifizierung der katalytischen Parameter (KM, kcat und kcat/KM) eingesetzt werden. Dies liefert ein mechanistisches Verständnis dafür, wie strukturelle Modifikationen die Enzymfunktion beeinflussen.

Creative Enzymes integriert beide Stufen – High-Throughput-Funktionsscreening sowie detaillierte Aktivitäts- und Kinetikprofilierung – in eine nahtlose Serviceplattform. Unser multidisziplinäres Team vereint Expertise in Enzymologie, Strukturbiologie und computergestütztem Design und stellt sicher, dass jedes rational konstruierte Enzym mit wissenschaftlicher Präzision und industrieller Relevanz umfassend bewertet wird.

Molecular docking results of the native active site (NAS) of E1 and engineered active site (EAS) of EEAbbildung 1. Natürliches aktives Zentrum (NAS) und konstruiertes aktives Zentrum (EAS) (adaptiert nach Krishna et al., 2024)

Unser Angebot: High-Throughput-Screening & Aktivitätsprofilierung

Creative Enzymes bietet umfassende Services, die den gesamten Prozess der funktionellen Validierung rational designter Enzyme abdecken:

Funktionelles Screening designter Varianten

  • Entwicklung maßgeschneiderter High-Throughput-Assays zur Detektion enzymatischer Aktivität über Variantenbibliotheken hinweg.
  • Screening unter mehreren Bedingungen (pH, Temperatur, Substratkonzentration) zur Identifikation optimaler Leistungsbereiche.
  • Bewertung des Substratspektrums und der Reaktionsselektivität.

Entwicklung von High-Throughput-Assays

  • Design und Optimierung kolorimetrischer, fluorometrischer oder gekoppelter Enzymassays.
  • Miniaturisierung von Reaktionen für 96-, 384- oder 1536-Well-Formate.
  • Integration automatisierter Liquid-Handling-Systeme für einen effizienten Durchsatz.

Kinetische Charakterisierung

  • Bestimmung zentraler katalytischer Parameter: KM, Vmax, kcat und kcat/KM.
  • Michaelis–Menten- und Lineweaver–Burk-Analysen der Reaktionskinetik.
  • Bewertung der katalytischen Effizienz über verschiedene Substrate und Cofaktoren hinweg.

Thermodynamische Prüfungen und Stabilitätstests

  • Bewertung der thermischen Denaturierung (Tm), Halbwertszeit (t1/2) und Restaktivität.
  • pH- und Lösungsmitteltoleranz-Assays zur Optimierung industrieller Enzyme.
  • Stabilitätsprofilierung unter prozessrelevanten Bedingungen.

Analyse der Substratbindung und Spezifität

  • Bestimmung von Bindungsaffinitäten mittels Oberflächenplasmonenresonanz (SPR) oder isothermer Titrationskalorimetrie (ITC).
  • Analyse der Substratdiskriminierung und Produktverteilung.

Mechanistische Einblicke und Datenreporting

  • Korrelation kinetischer Ergebnisse mit strukturellen und computergestützten Modellen.
  • Umfassende Datenanalyse mit grafischer Darstellung kinetischer Kurven und Parameter-Fitting.
  • Technisches Reporting sowie optionale Empfehlungen zur weiteren Optimierung.

Service-Workflow

Workflow diagram for high-throughput screening and activity profiling of rationally designed enzymes

Service-Outputs

Service-Modul Deliverables
Assay-Entwicklung Maßgeschneiderter Aktivitätsassay, Validierungsdaten
High-Throughput-Screening Aktivitätsprofile für alle Varianten
Kinetische Charakterisierung KM-, kcat-, kcat/KM-Daten, kinetische Kurven
Stabilitätsbewertung Daten zur thermischen/pH-Stabilität
Analyse der Substratspezifität Bindungs- und Aktivitätsdaten für mehrere Substrate
Abschlussbericht Vollständiger technischer Bericht inkl. Interpretation

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Warum eine Partnerschaft mit uns

Integrierte computergestützte und experimentelle Expertise

Wir verbinden rationales Enzymdesign mit präziser experimenteller Validierung und gewährleisten so eine nahtlose Kontinuität von der Theorie zur Funktion.

Anpassbares Screening und Assay-Entwicklung

Unsere internen Enzymologie-Spezialist:innen passen jeden Assay an den spezifischen katalytischen Mechanismus Ihres Enzyms und die industrielle Anwendung an.

Umfassende kinetische Bewertung

Die detaillierte kinetische Profilierung liefert ein quantitatives Verständnis des katalytischen Verhaltens und unterstützt fundierte Entscheidungen für weitere Engineering-Schritte.

High-Throughput-Screening-Kapazität

Mithilfe automatisierter Plattformen screenen wir schnell Tausende Enzymvarianten, verkürzen Projektlaufzeiten und gewährleisten gleichzeitig hohe Genauigkeit.

Robuste Dateninterpretation und mechanistische Einblicke

Jedes Projekt umfasst die Korrelation kinetischer Daten mit Enzymstruktur und computergestützten Vorhersagen und ermöglicht so tiefere funktionelle Einblicke.

Verlässliche Qualität und Vertraulichkeit

Wir arbeiten unter strikten Vertraulichkeitsvereinbarungen und halten konsequent hohe Qualitätsstandards ein, um Verlässlichkeit und Datenintegrität sicherzustellen.

Erfolgsgeschichten

Fall 1: Screening rational designter Hydrolase-Varianten zur Steigerung der Aktivität

Kundenbedarf:

Ein Unternehmen aus der industriellen Biokatalyse wollte die Effizienz einer Hydrolase erhöhen, die zur Spaltung von Esterbindungen in der Feinchemikalien-Synthese eingesetzt wird. Das native Enzym zeigte eine moderate Aktivität, jedoch einen geringen Umsatz bei sperrigen Substraten, was die kommerzielle Einsetzbarkeit für breitere Substratklassen einschränkte.

Unser Ansatz:

Wir setzten computergestütztes rationales Design ein, um eine Hydrolase-Variantenbibliothek zu generieren, wobei Residuen in der Nähe der katalytischen Triade adressiert wurden, um den Übergangszustand zu stabilisieren und die Substratakkommodation zu verbessern. Mithilfe eines miniaturisierten fluorometrischen Screening-Assays bewerteten wir den katalytischen Umsatz über Hunderte von Varianten hinweg in kurzer Zeit. Strukturmodellierung und Rosetta-basiertes Energy-Scoring wurden integriert, um Designs mit prognostizierten niedrigeren Aktivierungsbarrieren und erhöhter Bindungsflexibilität zu priorisieren.

Ergebnis:

Es wurde eine Top-Variante mit einer 3,5-fachen Steigerung der katalytischen Effizienz (kcat/KM) sowie deutlich verbesserter Toleranz gegenüber größeren Ester-Substraten identifiziert. Die Ergebnisse bestätigten unsere Designhypothese einer verbesserten Übergangszustandsstabilisierung und lieferten einen robusten Kandidaten für die Prozessoptimierung in industriellen Synthese-Workflows.

Fall 2: Kinetische Charakterisierung einer thermostabilen Oxidoreduktase

Kundenbedarf:

Ein Biotechnologie-Kunde, der thermostabile Enzyme für die Biokraftstoffproduktion entwickelt, benötigte eine Oxidoreduktase, die bei erhöhten Prozesstemperaturen eine hohe katalytische Aktivität aufrechterhält. Das Wildtyp-Enzym denaturierte oberhalb von 60 °C rasch, wodurch Ausbeute und Stabilität unter Bioreaktorbedingungen reduziert wurden.

Unser Ansatz:

Durch strukturgeleitetes rationales Design konstruierten wir spezifische Mutationen, die voraussichtlich den hydrophoben Kern des Enzyms verstärken und Wasserstoffbrücken-Netzwerke in kritischen Loop-Regionen verbessern. Nach Expression und Aufreinigung wurden Variante und Wildtyp einer detaillierten kinetischen und thermodynamischen Charakterisierung über einen Temperaturbereich von 25–85 °C unterzogen. Differential Scanning Fluorimetry (DSF) und Steady-State-Kinetik wurden eingesetzt, um Thermostabilität und katalytische Parameter zu quantifizieren.

Ergebnis:

Die konstruierte Oxidoreduktase zeigte eine um 9 °C erhöhte Schmelztemperatur (Tm) sowie eine zweifach höhere katalytische Effizienz bei 65 °C im Vergleich zum Wildtyp. Diese Verbesserungen bestätigten eine erfolgreiche strukturelle Stabilisierung und ermöglichten eine konsistente Enzymleistung in Hochtemperatur-Bioprozessen, wodurch der Kunde die Enzymdosierung und die Gesamtproduktionskosten senken konnte.

Häufig gestellte Fragen

  • F: Welche Enzymtypen können gescreent und charakterisiert werden?

    A: Wir können alle wesentlichen Enzymklassen – Hydrolasen, Oxidoreduktasen, Transferasen, Lyasen, Isomerasen und Ligasen – mittels maßgeschneiderter Aktivitätsassays bewerten, die jeweils an den Mechanismus angepasst sind.
  • F: Wie viele Enzymvarianten können in einem Projekt gescreent werden?

    A: Unsere High-Throughput-Systeme können – abhängig von Assay-Komplexität und Substratanforderungen – effizient Hunderte bis Tausende Varianten analysieren.
  • F: Können Sie einen kundenspezifischen Assay für ein neuartiges oder proprietäres Enzym entwickeln?

    A: Ja. Unsere Enzymolog:innen entwickeln vollständig maßgeschneiderte Detektionssysteme – kolorimetrisch, fluorometrisch oder chromatographisch – abgestimmt auf den Reaktionstyp Ihres Enzyms.
  • F: Welche kinetischen Parameter stellen Sie bereit?

    A: Wir berichten KM, kcat, Vmax und kcat/KM sowie Temperatur- und pH-Profile und ein detailliertes Curve-Fitting der Kinetik nach Michaelis–Menten oder alternativen Modellen.
  • F: Wie stellen Sie die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse sicher?

    A: Alle Assays werden mit mehreren Replikaten unter streng kontrollierten Bedingungen durchgeführt; statistische Validierung und Fehleranalyse sind in den Abschlussberichten enthalten.
  • F: Können Sie diese Ergebnisse in weitere Schritte des Enzyme Engineerings integrieren?

    A: Selbstverständlich. Funktionelle und kinetische Daten können direkt ortsgerichtete Mutagenese, Loop-Optimierung oder gerichtete Evolution zur Optimierung in der nächsten Entwicklungsstufe steuern.
  • F: Welche Informationen benötigen Sie für den Projektstart?

    A: In der Regel benötigen wir die Enzymsequenz, ein Strukturmodell oder eine PDB-Datei (falls verfügbar) sowie vorhandene Aktivitäts- oder Assay-Daten. Anschließend erstellt unser Team einen detaillierten Versuchsplan.
  • F: Wie ist der erwartete Projektzeitplan?

    A: Abhängig von Projektkomplexität und Variantenanzahl dauert der vollständige Workflow typischerweise 6–10 Wochen – von der Assay-Etablierung bis zum Abschlussbericht.

Referenz:

  1. Krishna NB, Roopa L, Pravin Kumar R, S GT. Computational studies on the catalytic potential of the double active site for enzyme engineering. Sci Rep. 2024;14(1):17892. doi:10.1038/s41598-024-60824-x

Nur für Forschungs- und Industriezwecke. Nicht für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Bestimmte Produkte in Lebensmittelqualität eignen sich für die Formulierungsentwicklung in Lebensmitteln und verwandten Anwendungen.

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