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Professionelle und kostensparende Lösungen

Virtuelles Screening und Rangfolge potenzieller Enzyminhibitoren

Virtuelles Screening und Ranking stellen die entscheidende Phase in der Inhibitor-Entdeckung dar, in der sorgfältig konstruierte Bibliotheken gegen Enzymtargets evaluiert werden, um die vielversprechendsten Verbindungen zu identifizieren. Bei Creative Enzymes kombinieren wir struktur- und ligandbasierte Methoden des virtuellen Screenings mit fortschrittlichen computergestützten Modellen, um eine zuverlässige Identifizierung und Priorisierung potenzieller Enzyminhibitoren sicherzustellen. Mithilfe präziser Ranking- und Scoring-Systeme ermöglicht unser Service Kunden, ihre experimentelle Validierung auf Kandidaten mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit zu fokussieren – wodurch Kosten reduziert, Zeitpläne verkürzt und die Effizienz von Wirkstoffforschungs- bzw. industriellen Programmen zur Entwicklung von Enzyminhibitoren maximiert wird.

Hintergrund: Wie virtuelles Screening das Ranking potenzieller Enzyminhibitoren unterstützt

Enzyminhibitoren sind unverzichtbare Werkzeuge in der pharmazeutischen Entwicklung, Biotechnologie, Lebensmittelwissenschaft sowie in der chemischen Prozessindustrie. Die Entdeckung solcher Inhibitoren beruhte traditionell auf experimentellen Hochdurchsatz-Screenings, die zwar leistungsfähig, jedoch kostenintensiv und zeitaufwendig sind. Die Einführung des virtuellen Screenings (VS) hat dieses Paradigma grundlegend verändert. VS nutzt computergestützte Verfahren, um umfangreiche Bibliotheken chemischer Strukturen gegen ein Zielenzym zu prüfen und so die Wahrscheinlichkeit von Bindung und inhibitorischer Aktivität vorherzusagen.

Der Nutzen von VS hängt jedoch nicht nur vom Screening selbst ab, sondern maßgeblich auch von der präzisen Rangordnung der identifizierten Hits. Eine einfache „Hit/No-Hit“-Dichotomie erzeugt häufig eine überwältigende Anzahl an Kandidaten, von denen viele nicht relevant sind. Ein belastbares Ranking ermöglicht es Forschenden, sich auf eine verfeinerte Auswahl an Verbindungen zu konzentrieren und dadurch die Erfolgsrate nachgelagerter in vitro- und in vivo-Prüfungen deutlich zu erhöhen.

Virtuelles Screening und Ranking potenzieller Enzyminhibitoren

Creative Enzymes verbindet jahrzehntelange Expertise in der Enzymologie mit modernsten computergestützten Tools und bietet umfassende Services für virtuelles Screening und Ranking. So erhalten unsere Kunden nicht nur eine Liste potenzieller Hits, sondern ein strategisch priorisiertes Set an Verbindungen, das gezielt auf ihr Enzymtarget zugeschnitten ist.

Unsere Serviceleistungen

Unser Service Virtuelles Screening und Ranking potenzieller Enzyminhibitoren basiert auf zwei Säulen: wissenschaftlicher Stringenz und praktischer Umsetzbarkeit. Wir wissen, dass unterschiedliche Projekte unterschiedliche Methodiken erfordern – daher sind unsere Leistungen flexibel und an vielfältige Forschungsanforderungen anpassbar:

  • Strukturbasiertes virtuelles Screening (SBVS): Docking von Verbindungen in dreidimensionale Enzymstrukturen zur Vorhersage von Bindungsaffinität und Wirkmechanismus.
  • Ligandbasiertes virtuelles Screening (LBVS): Nutzung von Informationen bekannter Inhibitoren zur Identifizierung von Verbindungen mit ähnlichen Merkmalen im chemischen Raum.
  • Hybride Ansätze: Integration von SBVS und LBVS zur Verbesserung der Genauigkeit, insbesondere bei unvollständiger Strukturinformation.
  • Scoring- und Ranking-Algorithmen: Einsatz validierter Scoring-Funktionen, Consensus Scoring sowie durch Machine Learning erweiterter Modelle zur Priorisierung von Kandidaten.
  • Post-Screening-Analysen: Einschließlich Bindungsmodus-Analyse, Pharmakophor-Mapping und Freie-Energie-Berechnungen zur weiteren Verfeinerung des Rankings.

Dieser Service liefert eine entscheidungsreife Liste priorisierter Verbindungen, die nicht nur rechnerisch vielversprechend, sondern auch experimentell realisierbar sind.

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Entdecken Sie unsere End-to-End-Services für virtuelles Screening von Enzyminhibitoren

Virtuelles Screening und Ranking bilden eine kritische Phase in der Entdeckung von Enzyminhibitoren. Darüber hinaus bietet Creative Enzymes umfassende Full-Service-Lösungen, die auf Ihre Forschungsanforderungen zugeschnitten sind. Entdecken Sie unsere spezialisierten Module, um jeden Schritt Ihres Inhibitor-Discovery-Prozesses voranzubringen.

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Warum Creative Enzymes

Umfassende Methodik

Wir kombinieren struktur- und ligandbasierte Strategien und gewährleisten robuste Ergebnisse über diverse Enzymklassen hinweg.

Hochpräzises Ranking

Consensus Scoring und Machine-Learning-Modelle erhöhen die Ranking-Genauigkeit und reduzieren falsch-positive Treffer.

Nahtlose Integration

Screening-Ergebnisse sind direkt kompatibel mit unseren internen Services zur Aktivitätsvalidierung und ermöglichen einen reibungslosen Übergang von computergestützten Vorhersagen zu Experimenten.

Flexibilität über verschiedene Targets hinweg

Unsere Plattform unterstützt sowohl Enzyme mit gut charakterisierten Strukturen als auch Targets mit begrenzter Datenlage.

Umfangreicher Zugang zu Verbindungen

Bibliotheken aus globalen kommerziellen Quellen, Naturstoff-Repositorien und kundenspezifischem Design gewährleisten einen breiten Suchraum.

Nachgewiesene Erfolgsbilanz

Unsere Services haben erfolgreiche Inhibitor-Discovery-Projekte in der Pharmaindustrie, Landwirtschaft, Lebensmittelwissenschaft und industriellen Biokatalyse unterstützt.

Fallstudien und Anwendungen in der Praxis

Fall 1: Entdeckung hochpotenter PPO-inhibierender Herbizide

Protoporphyrinogen-IX-Oxidase (PPO) ist ein essenzielles Enzym der Chlorophyll- und Hämbiosynthese und ein zentrales Target für die Herbizidentwicklung. Mithilfe fragmentbasierten virtuellen Screenings und molekularer Simulationen identifizierten Forschende eine Hit-Verbindung (8aj, Ki = 16 nM) und optimierten diese zu einer Serie von 30 neuartigen Derivaten. Mehr als die Hälfte zeigte eine stärkere Hemmung der PPO aus Nicotiana tabacum als Oxadiazon, ein kommerzielles Herbizid. Besonders hervorzuheben ist Verbindung 8ab als bislang potentester berichteter PPO-Inhibitor (Ki = 380 pM), während Verbindung 8ad eine breit wirksame, post-emergente Unkrautkontrolle bei ausgezeichneter Kulturpflanzenverträglichkeit zeigte. Diese Ergebnisse weisen einen vielversprechenden Weg zu Herbiziden der nächsten Generation.

Fragmentbasiertes virtuelles Screening zur Entdeckung eines subnanomolaren Protoporphyrinogen-IX-Oxidase-InhibitorsAbbildung 1. Workflow der Hit-Verbindung 8aj, die über den ACFIS-Webserver basierend auf der PFVS-Strategie identifiziert wurde. (Zheng et al., 2023)

Fall 2: Virtuelles Screening nach neuartigen Acetylcholinesterase-Inhibitoren bei Alzheimer

Die Alzheimer-Krankheit ist weiterhin die häufigste neurodegenerative Erkrankung, und Acetylcholinesterase ist ein wesentliches therapeutisches Target. In dieser Studie wurden computergestützte Wirkstoffforschungsansätze eingesetzt, einschließlich eines Hochdurchsatz-VS, das mit dem DUD-E-Datensatz validiert wurde, um neuartige Inhibitoren vorherzusagen. Ein Ensemble-Docking-Ansatz verbesserte die Anreicherung; 720 Verbindungen wurden experimentell getestet und ergaben 25 Hits mit IC50-Werten unter 50 μM. Die aktivsten Verbindungen stammten überwiegend aus zwei vielversprechenden Scaffold-Klassen: 1‑Ethyl‑3‑methoxy‑3‑methylpyrrolidin und 1H‑Pyrrolo[3,2‑c]pyridin‑6‑amin. Molekulardynamik-Simulationen bestätigten die Bindungsposen und identifizierten eine stabile Wasserbrücke in der Bindungstasche als Aktivitätsdeterminante. Diese Ergebnisse liefern neue Leitstrukturen für die Optimierung von Acetylcholinesterase-Inhibitoren in der Alzheimer-Therapie.

Virtuelles Screening, in vitro-Assays und Molekulardynamik-Simulationen für neuartige Acetylcholinesterase-InhibitorenAbbildung 2. Grafisches Abstract zur Entdeckung neuartiger Acetylcholinesterase-Inhibitoren mittels virtuellem Screening, in vitro-Assays und Molekulardynamik-Simulationen. (Van Der Westhuizen et al., 2022)

FAQs zu unseren Services für virtuelles Screening und Ranking

  • F: Worin besteht der Unterschied zwischen struktur- und ligandbasiertem virtuellem Screening?

    A: SBVS stützt sich auf die 3D-Struktur des Enzyms zur Vorhersage der Bindung, während LBVS Informationen aus bekannten Inhibitoren nutzt, um Verbindungen mit ähnlichen Merkmalen zu identifizieren.
  • F: Wie genau ist virtuelles Screening im Vergleich zu experimentellen Methoden?

    A: Obwohl keine computergestützte Methode perfekt ist, erhöht unsere Integration von Consensus Scoring, Molekulardynamik und Freie-Energie-Berechnungen die Genauigkeit erheblich. Die Ergebnisse liefern hochzuverlässige Kandidaten für die experimentelle Validierung.
  • F: Können Sie ein Screening durchführen, wenn die Enzymstruktur unbekannt ist?

    A: Ja. Wir können ligandbasierte Strategien und Homologiemodellierung einsetzen, um fehlende Strukturdaten zu kompensieren.
  • F: Wie viele Verbindungen können Sie in einem Projekt screenen?

    A: Wir können – abhängig von Kundenanforderungen und Rechenressourcen – von Tausenden bis zu Millionen Verbindungen screenen.
  • F: Wie liefern Sie die Ergebnisse?

    A: Kunden erhalten eine gerankte Verbindungs-Liste, Visualisierungen der Bindungsmodi sowie detaillierte Berichte zur Scoring-Begründung und zu empfohlenen nächsten Schritten.
  • F: Welche Branchen profitieren von Ihrem virtuellen Screening-Service?

    A: Unsere Services finden Anwendung in der Pharmaindustrie, Lebensmittelwissenschaft, Landwirtschaft, Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen und Biotechnologie.
  • F: Wie lange dauert der Screening-Prozess?

    A: Typische Zeitpläne liegen – abhängig von Bibliotheksgröße und rechnerischer Komplexität – bei 4–6 Wochen.
  • F: Können Sie die nachgelagerte Validierung unterstützen?

    A: Selbstverständlich. Wir bieten vollständige Aktivitätsvalidierung, SAR-Analysen und Folgestudien an und gewährleisten damit einen reibungslosen Übergang von der computergestützten Vorhersage zur Laborbestätigung.

Literatur:

  1. Gryniukova A, Kaiser F, Myziuk I, et al. KI-gestütztes virtuelles Screening großer Substanzbibliotheken führt zur Entdeckung neuartiger Inhibitoren von Sirtuin‑1. J Med Chem. 2023;66(15):10241-10251. doi:10.1021/acs.jmedchem.3c00128
  2. Van Der Westhuizen CJ, Stander A, Riley DL, Panayides JL. Entdeckung neuartiger Acetylcholinesterase-Inhibitoren durch virtuelles Screening, in vitro-Screening und Molekulardynamik-Simulationen. J Chem Inf Model. 2022;62(6):1550-1572. doi:10.1021/acs.jcim.1c01443
  3. Zheng BF, Wang ZZ, Dong J, et al. Entdeckung eines subnanomolaren Inhibitors der Protoporphyrinogen‑IX‑Oxidase via fragmentbasiertem virtuellem Screening. J Agric Food Chem. 2023;71(23):8746-8756. doi:10.1021/acs.jafc.3c00168

Nur für Forschungs- und Industriezwecke. Nicht für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Bestimmte Produkte in Lebensmittelqualität eignen sich für die Formulierungsentwicklung in Lebensmitteln und verwandten Anwendungen.

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