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Professionelle und kostensparende Lösungen

Hochdurchsatz-Screening von Enzymsubstraten

Eine effiziente und schnelle Bewertung von Substratkandidaten ist entscheidend, um das optimale Substrat zu identifizieren. Creative Enzymes bietet High-Throughput-Screening-(HTS)-Services an, um große Substratzahlen mit hoher Sensitivität, Präzision und Reproduzierbarkeit zu testen.

Hintergrund zum High-Throughput-Screening von Substraten

High-Throughput Screening (HTS) zur Substratidentifizierung ist eine leistungsstarke Methodik, die darauf ausgelegt ist, schnell Tausende bis Hunderttausende von Verbindungen zu testen, um das optimale („beste“) Substrat für eine enzymatische Reaktion zu finden. Es stellt den experimentellen Motor dar, der die systematische Exploration großer Substratbibliotheken praktisch umsetzbar macht.

Das Prinzip des HTS besteht in der Miniaturisierung, Automatisierung und Parallelisierung enzymatischer Assays. Dadurch können sehr viele potenzielle Substrate gleichzeitig gegen ein Zielenzym getestet werden, wobei in kurzer Zeit umfangreiche Datensätze generiert werden. Ziel ist es, den chemischen Raum effizient zu durchsuchen und „Hits“—Substrate, die vom Enzym erkannt und umgesetzt werden—zu identifizieren und sie anschließend zu priorisieren, um das Substrat mit der höchsten katalytischen Effizienz (kcat/KM) zu bestimmen.

High-throughput enzyme substrate screening for identifying the best enzymatic substrate

Warum HTS unverzichtbar ist

  • Effizienz: Reduziert den Zeit- und Ressourceneinsatz im Vergleich zu manuellen Tests (ein Substrat nach dem anderen) drastisch.
  • Objektivität: Ermöglicht einen quantitativen und unvoreingenommenen Vergleich aller Substrate in der Bibliothek unter identischen Bedingungen.
  • Offenlegung der Spezifität: Deckt unerwartete Substratpräferenzen oder Enzym-Promiskuität auf, die bei zielgerichteten Ansätzen übersehen werden könnten.
  • Datenreich: Generiert robuste kinetische Daten (z. B. Anfangsgeschwindigkeiten) für Hunderte von Substraten und ermöglicht damit eine anspruchsvolle Analyse von Struktur-Wirkungs-Beziehungen (SAR).

Zentrale Assay-Technologien für HTS

Die Wahl des Assays ist entscheidend und hängt vom Reaktionstyp des Enzyms ab.

  • Absorption (UV/Vis): Misst Farbänderungen. Häufig bei Oxidoreduktasen (z. B. NADH-Abnahme bei 340 nm) und Hydrolasen unter Verwendung chromogener Sonden (z. B. Freisetzung von p-Nitrophenol).
  • Fluoreszenz: Extrem sensitiv. Verwendet fluorogene Substrate (z. B. Cumarin-, Fluorescein-Derivate), die bei der Reaktion eine fluoreszierende Gruppe freisetzen.
  • Lumineszenz: Ultrasensitiv, geringer Hintergrund. Detektiert Lichtemission, häufig aus gekoppelten Reaktionen (z. B. Luciferase-Assays zum ATP-Verbrauch/-Bildung).
  • Kopplungsassays: Ein zweites Enzym wandelt das Produkt der ersten Reaktion in ein detektierbares Signal um und erweitert damit erheblich die Bandbreite der überwachbaren Reaktionen.

Das High-Throughput-Substratscreening ist die unverzichtbare technologische Plattform, die die praktische Durchführung bibliotheksbasierter Substrat-Discovery ermöglicht. Durch die Kombination aus Automatisierung, Miniaturisierung und sensitiver Detektion transformiert HTS die Suche nach dem besten Enzymsubstrat von einem langsamen, maßgeschneiderten Prozess zu einem schnellen, datengetriebenen Vorgehen. Es ist der Schlüssel zu einem tieferen Verständnis der Enzymfunktion und zur Identifizierung optimaler Substrate für industrielle Biokatalyse, die Entwicklung diagnostischer Assays und die therapeutische Wirkstoffforschung.

Unser umfassendes Serviceangebot

Unsere High-Throughput-Screening-(HTS)-Services bieten eine robuste, skalierbare Lösung zur Bewertung von Enzymaktivität, Substratspezifität und Ligandeninteraktionen über große Substanzbibliotheken hinweg. Durch die Kombination automatisierter Plattformen mit flexiblen Assay-Formaten ermöglichen wir schnelle, reproduzierbare und datenreiche Bewertungen zur Beschleunigung der Enzymcharakterisierung und -entdeckung.

Zentrale Leistungsmerkmale

Automatisierte Assay-Plattformen

Unsere hochmoderne Instrumentierung unterstützt vollautomatisierte Screenings für Aktivität, Bindung und Spezifität. Automatisiertes Liquid Handling und parallele Prozessierung gewährleisten konsistente Assay-Bedingungen und hohe Reproduzierbarkeit.

Paralleles Testen großer Bibliotheken

Wir können Substratbibliotheken mit mehr als 5.000 Kandidaten gleichzeitig screenen und ermöglichen damit eine umfassende Kartierung der Enzymspezifitätslandschaft sowie die schnelle Identifizierung optimaler Substrate.

Flexible Detektionsmethoden

Assays können für kolorimetrische, fluorometrische oder LC-MS-basierte Readouts konfiguriert werden und bieten Sensitivität und Vielseitigkeit für ein breites Spektrum an Enzymklassen und experimentellen Zielsetzungen.

Echtzeit-Datenerfassung und -analyse

Screening-Daten werden in Echtzeit erfasst und verarbeitet. Statistische Validierung, Hit-Priorisierung und kinetisches Profiling sind in den Workflow integriert und ermöglichen fundierte Entscheidungen sowie effizientere Follow-up-Studien.

Service-Workflow

Workflow of high-throughput substrate assays and screening services

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Full-Service-Substrat-Discovery

Unser End-to-End-Service ist darauf ausgelegt, das optimale Substrat für Ihr Enzym zu identifizieren und zu validieren. Entdecken Sie unsere spezialisierten Module:

Anfrage

Warum Creative Enzymes

Hohe Kapazität

Gleichzeitige Bewertung von Hunderten bis Tausenden von Substraten.

Automatisierungsgetriebene Genauigkeit

Minimiert menschliche Fehler für reproduzierbare Ergebnisse.

Vielseitige Assays

Kompatibel mit mehreren Detektionsmethoden.

Schnelle Durchlaufzeit

Verkürzt Projektlaufzeiten im Vergleich zu traditionellen Methoden.

Datenreicher Output

Umfassende Aktivitäts- und Bindungsprofile als Grundlage für Entscheidungen.

Integration mit Bibliotheksdesign

Nahtloser Übergang von der Substratauswahl zum Screening.

Case Studies und Erfolgsgeschichten

Fall 1: Screening einer Kinase-Bibliothek zur zielgerichteten Inhibitor-Discovery

Kundenbedarf:

Ein Pharmaunternehmen, das Kinaseinhibitoren entwickelt, musste schnell Substrate identifizieren, die ein robustes, reproduzierbares Screening einer neuartigen Serin/Threonin-Kinase ermöglichen. Ziel war es, Peptidmotive zu bestimmen, die für ein High-Throughput-Inhibitor-Screening geeignet sind.

Unser Ansatz:

Mithilfe einer automatisierten, fluoreszenzbasierten HTS-Plattform testeten wir eine Bibliothek von über 3.500 synthetischen Peptiden, die diverse Motive um Serin- und Threoninreste repräsentieren. Die Assay-Bedingungen wurden auf Reproduzierbarkeit optimiert, und die Echtzeit-Datenerfassung ermöglichte eine unmittelbare statistische Validierung. Aktive Substrate wurden nach kinetischer Performance, Signal-zu-Rausch-Verhältnis und Selektivität priorisiert.

Ergebnis:

Es wurden drei leistungsstarke Peptide identifiziert, die jeweils robuste und reproduzierbare Signale lieferten und damit für nachgelagerte Inhibitor-Screenings geeignet waren. Dadurch konnte der Kunde mit hoher Sicherheit eine fokussierte HTS-Kampagne starten, die Lead-Discovery-Zeitleiste deutlich verkürzen und experimentelle Kosten reduzieren.

Fall 2: Profiling der Protease-Substratspezifität zur Optimierung industrieller Enzyme

Kundenbedarf:

Ein industrielles Biotech-Unternehmen, das eine Protease für Waschmittelformulierungen entwickelt, benötigte ein detailliertes Verständnis der Substratpräferenzen, um die Aktivität unter alkalischen Bedingungen zu verbessern. Erforderlich war ein skalierbarer High-Throughput-Ansatz, um Hunderte von Peptidsubstraten parallel zu testen.

Unser Ansatz:

Wir erstellten eine fluorogene Peptidbibliothek mit über 1.500 Substratkandidaten, die diverse Aminosäuremotive an den Positionen P1 und P1' abdecken. Das Screening erfolgte auf einer automatisierten Plattform mit Echtzeit-Fluoreszenzdetektion. Hits wurden hinsichtlich Spaltungseffizienz, Substratspezifität und kinetischer Parameter (KM, kcat) analysiert.

Ergebnis:

Das Screening zeigte eine unerwartete Substrattoleranz an hydrophoben P1-Positionen und lieferte damit die Grundlage für eine zielgerichtete Mutagenese zur Steigerung der Aktivität unter alkalischen Bedingungen. Die optimierte Protease-Variante wies eine verbesserte Stabilität und Performance in Waschmittelformulierungen auf und beschleunigte den Produktentwicklungszyklus des Kunden.

FAQs zu unseren Substrat-HTS-Services

  • F: Warum sollte ich High-Throughput Screening verwenden, statt Substrate einzeln zu testen?

    A: Das Einzeltesten von Substraten ist zeitaufwendig und begrenzt den Umfang der Discovery. Unsere HTS-Plattformen ermöglichen es, Tausende von Substraten oder Liganden parallel unter standardisierten Bedingungen zu testen—das spart Zeit und liefert zugleich umfassende Aktivitäts- und Spezifitätsprofile.
  • F: Welche Assay-Typen stehen für das Screening meines Enzyms zur Verfügung?

    A: Wir bieten flexible Detektionsformate, abgestimmt auf Ihr Enzym und Ihre Forschungsziele:
    • Kolorimetrische Assays für einfache, robuste Readouts.
    • Fluorometrische Assays für hohe Sensitivität und Multiplexing.
    • LC-MS-basierte Assays zur direkten, markierungsfreien Detektion der Substratumsetzung oder Ligandenbindung.
  • F: Kann HTS sehr große Substratbibliotheken abdecken?

    A: Ja. Unsere automatisierten Plattformen können Bibliotheken mit mehr als 5.000 Verbindungen verarbeiten. Durch reproduzierbare Kontrolle der Assay-Bedingungen gewährleisten wir eine hohe Sicherheit bei der Hit-Identifizierung—auch im industriellen Maßstab.
  • F: Können Sie kundenspezifische Substratbibliotheken screenen?

    A: Ja, wir können sowohl bestehende als auch vom Kunden bereitgestellte Bibliotheken in HTS-Workflows integrieren.
  • F: Welche Durchsatzniveaus sind möglich?

    A: Je nach Projektumfang können wir Hunderte bis Tausende von Substratkandidaten bearbeiten.
  • F: Wie zuverlässig und reproduzierbar sind Ihre HTS-Ergebnisse?

    A: Wir verwenden automatisiertes Liquid Handling, standardisierte Assay-Bedingungen und integrierte statistische Validierung. Jedes Screening ist darauf ausgelegt, Variabilität zu minimieren; alle Ergebnisse werden durch robuste Qualitätskennzahlen und Replikatanalysen ergänzt, um die Reproduzierbarkeit sicherzustellen.
  • F: Welche Daten erhalte ich nach dem Screening?

    A: Kunden erhalten einen umfassenden Bericht, einschließlich:
    • Liste aktiver Substrate oder Liganden, priorisiert nach Aktivität oder Spezifität.
    • Kinetische Parameter (falls anwendbar) und Hit-Validierung.
    • Statistische Analyse der Reproduzierbarkeit und Signalrobustheit.
    • Empfehlungen für nachgelagerte Studien, z. B. Inhibitor-Screening oder Enzym-Engineering.
  • F: Können HTS-Ergebnisse nachfolgende Schritte wie Enzym-Engineering oder Inhibitor-Discovery unterstützen?

    A: Absolut. Unser HTS-Workflow ist darauf ausgelegt, umsetzbare Erkenntnisse zu liefern. Identifizierte Hits können rationale Mutagenese, Assay-Optimierung, Inhibitor-Auswahl oder computergestützte Modellierung unterstützen—und so eine nahtlose Pipeline vom Screening bis zur Discovery schaffen.
  • F: Wie schnell kann ich Ergebnisse aus einer HTS-Kampagne erhalten?

    A: Die Zeitpläne variieren je nach Bibliotheksgröße und Assay-Komplexität; durch Automatisierung sind jedoch umfassende Screenings in Wochen statt Monaten möglich. Schnelle Datenerfassung und Echtzeit-Analyse beschleunigen die Entscheidungsfindung für Ihr Projekt.

Referenz:

  1. Fisher BF, Snodgrass HM, Jones KA, Andorfer MC, Lewis JC. Site-selective C–H halogenation using flavin-dependent halogenases identified via family-wide activity profiling. ACS Cent Sci. 2019;5(11):1844-1856. doi:10.1021/acscentsci.9b00835

Nur für Forschungs- und Industriezwecke. Nicht für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Bestimmte Produkte in Lebensmittelqualität eignen sich für die Formulierungsentwicklung in Lebensmitteln und verwandten Anwendungen.

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