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Enzyme für Forschung, Diagnostik und industrielle Anwendung

Protein C

Offizieller vollständiger Name
Protein C
Hintergrund
Das Vitamin‑K‑abhängige Zymogen Protein C wird in der Leber als einkettiges Polypeptid synthetisiert und anschließend durch Abspaltung eines Dipeptids (Lys‑146 und Arg‑147) aus dem Vorläufermolekül in ein über Disulfidbrücken verknüpftes Heterodimer umgewandelt. Spurenmengen der einkettigen Form wurden im Plasma beobachtet. Die Leichtkette, die für die calciumabhängige Bindung von Protein C an Phospholipidvesikel verantwortlich ist, enthält 11 γ‑Carboxyglutaminsäure‑(Gla‑)Reste, 1 β‑Hydroxyasparaginsäure‑Rest sowie 2 epidermal growth factor (EGF)‑Homologiedomänen. Die katalytische Triade der Serinprotease befindet sich in der Schwerkette. Humanes Protein C ist anfällig für eine proteolytische Abspaltung eines Peptids (Mr = 3000) vom COOH‑terminalen Ende der Schwerkette, wodurch eine veränderte Form entsteht, die als β‑Protein C bezeichnet wird. Ein funktioneller Unterschied zwischen α‑ und β‑Protein C wurde nicht beobachtet. Eine einzelne Spaltung an Arg‑12 (Arg‑14 beim Rind) der Schwerkette des humanen Protein C konvertiert das Zymogen in die Serinprotease, aktiviertes Protein C. Diese Spaltung wird durch einen Komplex aus α‑Thrombin und dem Endothelzelloberflächenprotein Thrombomodulin katalysiert. Im Gegensatz zu den anderen Vitamin‑K‑abhängigen Gerinnungsfaktoren wirkt aktiviertes Protein C als Antikoagulans, indem es die proteolytische Inaktivierung der Faktoren Va und VIIIa katalysiert. APC trägt zudem zur fibrinolytischen Antwort durch Komplexbildung mit Plasminogenaktivator‑Inhibitoren bei. Rinder‑Protein C wird aus frischem citriertem Rinderplasma durch eine Modifikation des Walker‑Verfahrens hergestellt, wie von Haley et al. beschrieben. Humanes Protein C wird aus frisch gefrorenem citriertem Humanplasma unter Verwendung einer Kombination aus Immunaffinitätschromatographie und konventionellen Techniken hergestellt. Protein C wird in 50 % (Vol./Vol.) Glycerol/H2O bereitgestellt und sollte bei −20 °C gelagert werden. Die Reinheit wird mittels SDS‑PAGE‑Analyse bestimmt, und die Aktivität wird mit einem auf einem chromogenen Substrat basierenden Assay gemessen.
Synonyme
Rinder-Protein C; Protein C
Katalog Produktname EG-Nr. CAS-Nr. Quelle Preis
EXWM-4160 Protein C (aktiviert) EC 3.4.21.69 42617-41-4 Anfrage
CZY-018 Bovines Protein C Rind Anfrage
CZY-017 Humanes Protein C 42617-41-4 Mensch Anfrage
NATE-0626 Native Human Protein C EC 3.4.21.69 42617-41-4 Humanes Plasma Anfrage
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